Principal Problem: KI fordert Leadership heraus

Shownotes

Gäste: Marc Wagner, Verena Fink

Leadership schlägt Management – darin sind sich Verena Fink und Marc Wagner einig. Verena Fink berät mit Woodpecker Finch Unternehmen bei KI und Transformation, Marc Wagner kennt diese Fragen als Executive Advisor bei der Atruvia AG aus der Unternehmenspraxis. Die Zukunft lässt sich nicht mehr aus Vergangenheitsdaten ableiten – das ist die gemeinsame Diagnose. In diesem Kontext bedeute Führung, eine Zukunft beschreiben zu können, die es noch nicht gibt, und andere dafür zu gewinnen. KI helfe dabei, Prozesse anzugehen, die schon vorher nicht funktionierten – aber nur dann, wenn Führungskräfte vorher verstehen, wo wirklich Wertschöpfung entsteht.

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00:00:05:

00:00:21: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Neues Lernen, heute live hier von der Zukunftspersonal Europe in Köln und von der Podcastbox am Stand von Haufe.

00:00:32: Ja, an diesen drei vollen Messetagen nehmen wir einige neue Podcast-Folgen auf und dafür haben wir uns Unterstützung von einem Kollegen geholt.

00:00:40: Freut euch also jetzt auf einen Gespräch mit

00:00:42: Christoph

00:00:42: Pause!

00:00:45: Hallo und herzlich willkommen an dieser Stelle hier am Hofstand aus der Podcastbox wo es doch langsam wieder anfängt warm zu werden aber die halbe Stunde kriegen wir rum.

00:00:56: Mein Name ist Christoph pause.

00:00:58: ich darf Christina und Julia vertreten.

00:01:03: große Ehre, mal gucken ob ich es hinkriege.

00:01:08: Wir sprechen heute über ein Thema das auf dieser Messe auch in diesem Jahr sehr präsent ist nämlich künstliche Intelligenz.

00:01:18: In den letzten Wochen heißer noch als je in der Öffentlichkeit diskutiert Aber nach wie vor bestimmen im Wesentlichen zwei Annahmen, die ich Fehlannahm nennen würde.

00:01:30: Die Diskussion nämlich das eine, dass künstliche Intelligenz alles löst und jedes Problem beseitigen kann und das zweite, dass KI uns komplett ersetzen wird.

00:01:41: Manche sprechen davon, dass Kai uns auslöschen wird aber davon gehen wir heute mal nicht aus.

00:01:47: Gestern hat Hans Rousinek der Arbeitsphilosoph zur Eröffnung ZPE gesagt, im Jahr ist es in den Jahren und haben Unternehmen kein KI-Problem mehr aber durchaus ein Organisationsproblem.

00:02:00: Und die KI-Expertin und Buchautorin Kenza Aizhi Abu hat gestern Abend dann hier auch noch gesagt, Mitarbeitenden geht es um Existenzführungskräften um Effizienz.

00:02:12: damit haben wir glaube ich das Spannungsfeld in dem sich Unternehmen und KI bewegen ganz gut um Rissen.

00:02:19: Was das alles bedeutet und wie wir diese Spannungen lösen können, das wollen wir jetzt in den folgenden fünfundzwanzig Minuten abschließend klären.

00:02:28: Wir, das sind meine Gäste Verena Fink Geschäftsführerin von Wutpecker-Finsch, KI Beraterin und Buchautorin Ihr aktuellstes Buch heißt Künstliche Intelligenz In der Führungsarbeit und Marc Wagner Geschäftsfühler bei Lucke EDV Senior Executive Advisor bei der Atruvia AG und einer, der Vordenker in diesen ganzen Themen.

00:02:54: Er hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema digitale Renaissance wie er es nennt beschäftigt.

00:03:01: auch darüber werden wir im folgenden sprechen.

00:03:04: erst mal herzlich willkommen Verena, herzlich Willkommen Marc.

00:03:07: und damit ab ins

00:03:10: Gespräch.

00:03:11: So, ich weiß nicht ob wir jetzt im Gespräch sind.

00:03:13: Aber wir starten jetzt!

00:03:15: Ich habe ein großes Spielfeld aufgemacht aber wir fangen wie immer eher klein an mit der Frage was verändert sich denn da im Moment in den Unternehmen mit KI wenn die jetzt derart einzukällt wie sie es tut?

00:03:30: Ist das ein Change wie wir ihn früher auch schon hatten oder ist das mehr?

00:03:37: Erstmal ist es eine weitere technologische Schleife.

00:03:39: Ich finde die deshalb so spannend, weil sie so viele Sozialdynamiken sichtbar macht.

00:03:44: Denn KI allein verändert ja nicht die Organisation sondern sie verstärkt das was schon da ist.

00:03:50: und wenn ich sehr stark in Sie los lebe, wenn ich immer noch intransparente Entscheidungen treffe und Führung als Kontrollinstrument verstehe dann wird's mit KI richtig spaßig, weil die das noch beschleunigt und damit der Organisation einen ziemlich unangenehmen Spiegel vorhält.

00:04:05: Das heißt, wir haben das Organisationsproblem von dem Hans-Rusinek gesprochen hat.

00:04:10: Genau also ich würde das gerne verstärken.

00:04:12: Also ich glaube wir haben einen Organisationsproblem schon immer gehabt.

00:04:18: Wir haben uns sehr stark in Zeiten der Industrialisierung auf das Thema Arbeitsteilung konzentriert und darauf Aktivitäten und Prozesse in kleine Scheiben zu schneiden.

00:04:29: Und durch den Mensch eher als standardisierte Entität dann abwickeln und abarbeiten zu lassen, ich glaube die Zeit dass das tatsächlich wertschöpfend ist und Produktivität wirklich bringt, die ist schon länger vorbei.

00:04:43: und wie du es jetzt nicht besser ausdrücken können künstliche Intelligenz mit dem mit den Effekten, die dahinter stecken, die ja stark auch auf gerade exponentiellen Wachstumskurven basieren.

00:04:55: Die für uns Menschen ja relativ schwer zu greifen sind macht jetzt viele von den Organisations- und vor allen Dingen den Leadership & Management Mängeln wo du ja auch darüber geschrieben hast Jetzt erst sichtbar und transparent und zwingt von daher gerade Unternehmen und Management Teams dazu jetzt zu handeln.

00:05:11: Und die Reaktion und da würde ich sagen das ist Genauso wie in allen Transformationsprozessen, nur etwas kondensierter und beschleunigter ist fast immer das Gleiche.

00:05:22: Also zum einen zu sagen okay diese Technologie ist etwas Böses sie wird Arbeit ersetzen wird uns Arbeit wegnehmen.

00:05:28: lasst uns mit Regulatorik da draufsehen und lass uns die negativen Seiten sehen.

00:05:33: Und A zwei der Versuche und ich finde das mag man im Moment an vielen Stellen sich dann wieder auf ganz Antiquierte Methoden, die irgendwann mal sehr gut und effizient funktioniert haben wieder zu stürzen und zu verlassen.

00:05:46: Das ist auch der Grund das hat es in deiner Anmoderation gebracht und vielleicht gehen wir da gleich noch darauf ein dass künstliche Intelligenz sehr viel mit dem Thema Effizienz in Verbindung gebracht wird und Effizience is aus meiner Sicht eins das kann maximal Mittel zum Zweck sein sollte nie im Zentrum einer Technologie und vor allen Dingen nie im zentrum von Wertschöpfung stehen.

00:06:06: deswegen Ja, ich glaube diese Entwicklung wird ähnlich von den Mustern sein wie in der Vergangenheit aber viel schneller und viel transparenter Organisationen aus Managementversagen

00:06:18: machen.

00:06:19: Das ist ja so eine Hände-Eifrage.

00:06:22: also ich habe den Eindruck dass Komplexität und Geschwindigkeit... durch KI verstärkt werden, aber ja nicht allein durch KI kommen.

00:06:31: Also jetzt sind ja Unternehmen auch in Deutschland sehr stark mit diesen Wellen beschäftigt die seit zwanzig-zwanzig auch noch mal schneller auf uns zukommen.

00:06:38: wir haben Herausforderungen die parallel laufen Pandemie Inflation Lieferketten Probleme und so weiter Und unsere Organisationen sind noch für eine langsame Umwelt gebaut Die noch davon ausgeht.

00:06:51: ich kann mich mit einem Problem nach dem anderen befassen.

00:06:54: Das passt jetzt irgendwie nicht mehr gieren wir nach der Lösung sind aber darauf noch nicht wirklich vorbereitet.

00:07:01: Also KI macht uns Informationen schneller verfügbar, aber unsere Entscheidungsprozesse sind noch zu langsam.

00:07:07: KI gibt uns viel mehr Szenarien, aber wir haben oft nicht die Reife in der Organisation das in der Professionalität und Geschwindigkeit zu plausibilisieren und zu bewerten.

00:07:16: Und dadurch kommt so ein Ruckelnzuckeln wie ich es erlebe

00:07:20: Wenn du in Unternehmen gehst dir wahrscheinlich von dir Unterstützung dabei haben wollen irgendwelche KI Anwendungen einzuführen oder KI eben in die Masse der Mitarbeitenden zu bringen.

00:07:39: Sehen sie die Problematik, die ihr beide aufgerissen habt gerade?

00:07:43: Oder musst du da erstmal Überzeugungsarbeit leisten das zwei drei Schritte vorher noch zu machen sind?

00:07:50: Sowohl als auch manchmal backelt der Schwanz mit dem Hund.

00:07:53: Dann sagen die, können wir irgendwie fünfzehntausend Agenten bauen und dann Leute damit ersetzen.

00:07:59: Das ist aber mit immer weniger kann ich sagen.

00:08:02: Ich erlebe sehr viele wache und neugierige Führungsteams, die auch bereit sind sich auf diese Diskussion einzulassen in der Frage wie darf sich unser Organisationsmodell verändern?

00:08:11: Wie muss sich unsere Verständnis von Führungen verändern, damit wir nicht nur an der Technologie rum basteln weil das letztlich nicht der Erfolgsträger ist sondern eben die Führungsfähigkeit der Organisation.

00:08:22: Der unangenehme Teil der Nachricht ist, das ist halt nicht schnell gelöst und das kann ich nicht aus dem Regal kaufen.

00:08:27: Sondern dass es ein Lernprozess, der die ganze Organisation betrifft.

00:08:31: Das sind wir eigentlich beim Thema digitale Renaissance.

00:08:38: Es war eine super Steilvorlage.

00:08:39: also ich würde noch mal gerne einen Aspekt reinbringen wollen.

00:08:42: Also ich glaube das große Problem warum sich im Moment Aus meiner Wahrnehmung gerade viele Management-Teams mit den falschen Fragen beschäftigen, nämlich mit der Frage wie kann ich möglichst viele KI-Agenten bauen und die auf irgendetwas schmeißen um es dann am Ende des Tages vom KI-Agent übernehmen zu lassen.

00:09:02: Ich glaube das große Problem oder der Grund dafür dass das passiert ist, dass man noch verhaftet in alten Denkmustern und Managementsstrukturen und dass man natürlich damit konfrontiert ist.

00:09:15: Lass mich so formulieren, dann versuche ich auf Digital Renaissance einzugehen.

00:09:18: Organisationen sind ja so gebaut worden in der Vergangenheit dass die A wie du eben schon gesagt hast davon ausgeht Ich habe eine gewisse Grundstabilität im Umfeld und zum anderen ich brauche Strukturen Die Komplexität beherrschbar machen.

00:09:31: Und letzteres brauche ich in der Form gar nicht mehr weil dabei hilft mir.

00:09:35: die KI musste erkennen struktur an ableiten.

00:09:38: das kann künstliche Intelligenz im Zweifelsfall viel besser als organisationsstrukturen.

00:09:42: also es hat einen Teil von Aufgaben und Tätigkeiten wird obsolet.

00:09:47: Und der zweite Teil, nämlich die Art wie ich unternehmen, Manager wird auch obsolet weil Management... Da kommen wir zur digitalen Renaissance.

00:09:55: da ist ja eine These zu sagen Leadership Beats Management.

00:09:58: also Management wird obsolett und durch KI ersetzbar.

00:10:01: warum?

00:10:02: Weil Management zweilei bedeutet nämlich zum einen den Blick in den Rückspiegel und der Versuch auf Grundlage von Mustern der Vergangenheit Ableitung für die Zukunft zu treffen.

00:10:11: das funktioniert nicht mehr.

00:10:13: Das funktioniert nicht mehr.

00:10:14: Die Zukunft ist nicht mehr in der Form aus der Vergangenheit ableidbar, im Übrigen großer Vorteil von Menschen was Kreativität betrifft weil KI ja auch nur auf Vergangenheitsdaten beruht.

00:10:24: also einen Punkt und der zahlte Punkt klassisches Management hat ja stark darin bestanden Komplexität beherrschbar zu machen und Abläufe zu standardisieren.

00:10:35: das brauche ich auch nicht mehr.

00:10:36: dass kann KI Technologie viel besser so und das was ich aber brauche sind Menschen die in der Lage sind die Zukunft zu beschreiben, sich vorzustellen, dies noch nicht gibt.

00:10:46: Also ganz neue Fähigkeiten, Imagination, Inspiration also die andere Gehirnhälfte, die gar nicht trainiert wird quasi zu bedienen und halt Menschen dahinter zu versangeln.

00:10:58: Ich verstehe Technologie und kann mir Technologie kommunizieren.

00:11:02: Und ich kann mit den Menschen kommunizierend das in einem High-Performing Team zusammenbringen, das ist ja die dritte These der digitalen Renaissance.

00:11:09: Magie von KI liegt in der Zusammenarbeit mit der künstlichen Intelligenz und nicht in der Automatisierung des Hygiene – das findet eh statt!

00:11:18: Deswegen glaube ich es extrem wichtig diese Chancen, die in dem Prozess stehen und den Weg um dahin zu kommen Management und Management Teams zu vermitteln, nicht nur zu sagen so.

00:11:31: Jetzt mal go for it KI-Agenten die können doch eher achtzig Prozent der Arbeit übernehmen weil dann habe ich Widerstände, ich hab Ängste und es passiert überhaupt nichts sondern aufzuzeigen wie komme ich denn dahin das zu nutzen?

00:11:44: Und dann originär Neues durch die Nutzung von wirklicher menschlicher Intelligenz zu schaffen?

00:11:50: also ich glaube ist ein großes Changed Thema und gar kein Technologiethema.

00:11:55: Ich mir fällt gerade ein, ich habe für meinen jüngstes Buch KI in der Führungsarbeit eine spannende Studie gelesen.

00:12:00: Da wurden zweihundertfünfzig Führungskräfte gebeten sowohl sechs Menschenteams zu führen als auch parallel sechs Teams die nur aus KI-Agenten bestanden.

00:12:11: und dann haben sie eben daran untersucht was macht den Unterschied aus und wer ist erfolgreicher?

00:12:15: Und wer fährt gegen die Wand?

00:12:17: Und da hat sich natürlich auch wieder ein Phänomen gezeigt dass wir in der Vergangenheit Führung oft noch verstanden haben, als ich will mehr wissen.

00:12:25: Ich kann schneller entscheiden und habe den besseren

00:12:27: Überblick.".

00:12:28: Und daraus legitimiert sich Führungen aber nicht mehr jedenfalls nicht mehr im KI-Zeitalter.

00:12:33: also waren die am erfolgreichsten denen es gelungen ist erst mal alle relevanten Informationen auf dem Tisch zu bekommen und zu checken.

00:12:39: welche Infos haben wir?

00:12:41: Was wissen wir nicht?

00:12:43: Welche Annahmen stecken in einem KI Modell mit dem wir hier arbeiten?

00:12:49: Wie sichern wir das Widerspruch aus der menschlichen Erfahrung hier eingebracht werden kann und wir nicht einfach drüber wegrennen?

00:12:58: Und am Schluss, welche Verantwortung können wir vor uns selbst und vor den Betroffenen verantworten.

00:13:05: Das ist ein anderes Herangehen und es mehr so was wie eine Deutungsraumgestaltung als der Anspruch.

00:13:11: ich kann es besser Ich bin schneller.

00:13:12: deshalb folgt mir

00:13:14: dieses Führungsmodell.

00:13:17: Ich sage euch wo es lang geht, ist aber ja eigentlich schon seit fünfzehn, zwanzig Jahren mindestens in der Diskussion wenn ich obsolet und kriegt jetzt aber noch mal eine Verstärkung durch die technischen Entwicklungen.

00:13:33: Absolut, also wie du schon sagst das ist ja ein alter Hut eigentlich.

00:13:37: Wie lange diskutieren wir dass wir eine neue Art von Führung brauchen?

00:13:40: Dass wir dieses Leadership Beats Management was wir formuliert haben?

00:13:44: wenn man böse wäre würde man sagen ja das hat man schon vor zwanzig Jahren formuliert und erkannt.

00:13:49: Und warum ist denn das aber nicht passiert?

00:13:51: Es war halt die alten Management Mechanismen die auf Strukturierungen kontrollieren Abarbeiten beruhen funktioniert haben.

00:14:01: Ich gehe dann direkt von dieser Supermetebene vor, wie wir runterzukommen.

00:14:04: Hat auch was natürlich mit Bildung zu tun ja?

00:14:06: Weil Bildung uns ja bisher konditioniert drauf eine Gehirnhälfte.

00:14:10: es geht um analytik strukturieren Sprache Mathematik Punkt Kunst Kreativität Musik Bewegungen also all das was damit zu tun hat Originalität zu erzeugen als Mensch ist im Ranking, im Bildungssystem ganz weit unten.

00:14:27: Das wird dann im Unternehmenskontext, wird es dann de facto nochmal verstärkt und konserviert.

00:14:32: weil wer regiert die Welt?

00:14:34: Wer sitzt in den CEO-Position?

00:14:37: das sind ehemalige CFOs also die, die die Welt erzahlen gut beherrschen Und denen jetzt natürlich zu sagen hey liebe Leute Jetzt verändert sich die Welt.

00:14:46: Ja, das kann jetzt alles DKI viel besser!

00:14:49: Wie wär's denn jetzt mal mit künstlerischen Fähigkeiten?

00:14:52: Mit Kreativität?

00:14:53: Mit Menschenführen?

00:14:56: Emotionale Intelligenz aber auch Technologieverständnis.

00:14:59: und vor allen Dingen einen Punkt noch wie wäre es mal Themen wieder tief zu durchdringen also zu sagen deep work is name of the game Und nicht multitaskingmäßig tausend Jobs abarbeiten?

00:15:12: Das ist etwas, was halt ein Riesen-Change bedeutet.

00:15:14: Aber ich persönlich glaube unumgänglich es um erfolgreich zu sein und ich komme gerade aus China zurück wo man merkt da ist das an manchen Stellen dann schon bisschen mehr verstanden worden als vielleicht in klassisch deutschen oder europäischen Struktur.

00:15:31: Das fängt ja in der schulischen Entwicklung an.

00:15:35: Die unbestätigtes Gerücht, was mich kürzlich spannend fand irgendein asiatisches Land das gesagt hat wir wollen in der Schule nichts mehr vermitteln was heute oder später auch eine KI können wird.

00:15:46: Wir brauchen andere Fähigkeiten Richtung Urteilsfähigkeit und da stimme ich dir zu Da sind wir heute noch ein Stück davon entfernt.

00:15:54: Deshalb bin ich jetzt auch nicht so optimistisch, dass sich übermorgen plötzlich in allen Unternehmen die große Erkenntnis durchsetzt.

00:16:00: Führung hat nichts mehr mit Hierarchie und Kontrolle zu tun.

00:16:02: Du hast am Anfang gesagt Christoph, die Kenza hätte gesagt, Führungskräften geht zum Effizienz und Mitarbeitenden um Existenz.

00:16:09: Ich erlebe viele Frühungskräfte, die auch Existenzzorgen haben und sich von KI massiv bedroht fühlen.

00:16:15: Ich erinnere mich an eine Frage.

00:16:16: einer einem Workshop sagte ja Wenn wir dann die KI eingeführt haben, bin ich als Führungstraff der nur noch dazu da Urlaubsanträge frei zu zeichnen.

00:16:24: Das ist ein krasses Bild!

00:16:26: Ich würde sagen das Gegenteil ist der Fall weil wenn nicht Führungen ernst nehmen in dieser Welt ist es viel viel anspruchsvoller als bisher weil ich mich eben nicht mehr auf der formalen Hierarchie ausruhen kann.

00:16:36: Aber Führung ist dann natürlich etwas komplett anderes als heute, weil das ist nicht was, was ich nach Lehrbuch und Checkliste und dass sich eine Balance Scorecard interpretieren kann.

00:16:45: Was ich dadurch erfüllen kann, sondern dass ich in der Lage bin, Komplexität zu verstehen, komplexe Probleme auch zu erkennen und anzugehen, Technologie zu verstehen Menschen zu verstehen unter noch eine visionäre Kraft zu haben.

00:16:59: Und das sind glaube ich Fähigkeiten also es zumindest meine Wahrnehmungen.

00:17:02: wir haben viele Führungskräfte da nicht so entwickeln und deswegen gebe ich der also hundert Prozent.

00:17:08: Ich glaube die Existenzängste sind viel stärker noch bei vielen Führungskräften da, weil sie nämlich merken Sie werden obsolet.

00:17:15: Also kennst du ja mein Lieblingsbeispiel Heier?

00:17:18: Mit den mit der dezentralen Netzwerk Struktur, die das ja vor der KI-Zeit gemacht haben, haben sechzehntausend Middelmanager Position gestrichen als sie ihr Unternehmen transformiert haben.

00:17:31: und die Frage ist jetzt natürlich, wenn Unternehmen auch in unseren Gefielden in diese Strukturen gehen was passiert mit diesen Positionen?

00:17:41: Und deswegen sehe ich da mindestens genauso viele existenzielle Ängste wie bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:17:48: Führungskraft ist ja nur ein Mitarbeiter und ich sehe genau so auch die Suche nach Sinn und Wirksamkeit.

00:17:54: also ich sehe da gar keinen richtigen Unterschied muss ich sagen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter.

00:18:00: Das heißt, es bestätigt sich.

00:18:01: Wir reden eigentlich über Herausforderungen für die Organisation und für die Struktur und für das Fürungsverständnis und weniger über eine technologische Herausforderung wenn wir die natürlich auch da ist.

00:18:13: Für eine Herausforderung für die Menschen?

00:18:17: Wenn du als KI-Beraterin in Unternehmen kommst und mit Teams arbeitest?

00:18:23: und so wie hilfst du denen genau diese Fragen, die wir gerade diskutiert haben und diese Ängste zu besprechen und zu überwinden.

00:18:35: Am Anfang versuche ich auch da psychologische Sicherheit zu schaffen im Sinne von... Wir sind nicht hier für ein Abbauprojekt sondern was in for us?

00:18:43: what's info you?

00:18:44: Und manchmal hilft mir so einen Dreieck.

00:18:46: an einer Spitze ist Effizienz und die wird immer total überbewertet wenn man über KI spricht.

00:18:51: An der anderen Spitze is Empathie und an der dritten Spitze es Existenzzinn.

00:18:57: Ich glaube, dass ein Team alles drei braucht um Wertschöpfen miteinander arbeiten zu können und lustvoll.

00:19:03: Und jetzt kann uns die KI massiv unterstützen.

00:19:05: auf der Effizienzseite Wir brauchen umso mehr Empathie von den Führungskräften und auch mitteinander im Team und wir brauchen auch den Existenz in dem Sinne von Warum machen wir das?

00:19:17: Wofür ist es gut?

00:19:18: Wo wollen wir hin?

00:19:19: also ist mein Credo was auf euch zukommt ist größer ist wertvoller ist wichtiger Und es gilt einiges zu verlernen von dem, was ihr heute anwendet.

00:19:30: So wie du's vorhin gesagt hast, Report, Balance Scorecard – das sind Dinge die ich abgeben kann und es macht grusel vielleicht auch manche einsam.

00:19:38: Gott!

00:19:39: Das will Empathie für jetzt die neue Kindergarten-Tante.

00:19:42: Was ist das jetzt genau?

00:19:44: Das gilt dann eben eine Ebene tiefer zu legen... und auch gemeinsam den Reifegrad der Organisation zu checken.

00:19:50: Ich nutze oft so einen Reifengradmodell, was ich entwickelt habe, hier ist die technologische Reife und ihr habt garantiert ein IT-Bottleneck und da gibt es noch dies und das zu lösen.

00:19:59: aber lasst uns mal auf die Achse der sozialen Reife schauen denn sonst führt dir ein KI System ein, aber habt die Menschen noch gar nicht mitgenommen und dahin entwickelt dass es klappen kann?

00:20:09: Ist es von Erfahrung her Problem, das unabhängig ist von der Unternehmensgröße?

00:20:18: oder kann man sagen okay bei einem hundert Leute Unternehmen ist die Empathie eventuell noch größer weil die Leute sich kennen und je größer die Einheit wird desto schwieriger.

00:20:29: Oder ist es einfach eine grundlegende Herausforderung den ihr immer begegnet egal wo ihr seid?

00:20:35: Jetzt bin ich gespannt auf deine These zu groß wer es klein

00:20:38: mag

00:20:40: Jetzt bin ich selbst gespannt.

00:20:47: Ich glaube nicht mehr an große Organisationen oder Unternehmen, das ist ja auch Tese-Eins.

00:20:52: Biggest Number Beautiful zu sagen.

00:20:54: die Zukunft besteht in Netzwerkorganisation.

00:20:57: kleine Strukturen über Netzwerke strukturiert sind durchaus mit einem Bandling von Ressourcen die dann allen zur Verfügung gestellt werden wie das Heierprinzip ums mal ganz platt zu machen.

00:21:08: Also von daher glaube zukünftig das Problem gar nicht mehr so richtig haben werden, weil klassische Economies of Scale und Scope zukünftig nicht mehr relevant sind.

00:21:17: Sondern es geht ja um Netzeffekte.

00:21:19: Also erster Punkt aber ich will der Frage nicht ausweichen.

00:21:21: Ich persönlich glaube nicht dass das ein Thema ist einer Größe sondern es ist primär ein Thema wo's ja bei dir stark auch darum geht der Führung.

00:21:30: Es geht um Kultur- und Leadership.

00:21:33: Pixar ist eines meiner Lieblingsbeispiele, wenn es um Feedback-Kultur geht.

00:21:37: Offene Feedback Kultur und die Frage wie gehe ich mit Kreativprozessen um?

00:21:41: Pixar ist ein großes Unternehmen und hat wahrscheinlich eine offenere modernere Art der Führung und der Unternehmenskultur und der Fähigkeit mit Veränderungen umzugehen als keine Ahnung.

00:21:54: einen fünfzig Mann Betrieb in Puse Muckel irgendwas.

00:21:59: Nein, jetzt bewusst mal keine Namen.

00:22:00: Wir kommen auch direkt welche in den Sinn so und deswegen glaube ich ist es tatsächlich die.

00:22:06: da kann man sich nicht hinter verstecken.

00:22:07: Ich glaub wo man extrem schauen und aufpassen muss.

00:22:11: dann bei number erwähne ich ja auch immer gerne du kannst zu einem du kannst ein stabiles soziales konstrukt zum maximale hundertzwanzig bis hundertfünfzig Personen aufbauen Und da würde ich mich in gewisser Weise immer dran langhangeln, dass sich sagt das muss ich im Kopf halten.

00:22:25: Du hast viel über psychologische Effekte gesprochen und hast viel öberzykologische Sicherheit gesprochen.

00:22:30: Das kriege ich in kleineren Strukturen die diesen Musternfolgen viel besser realisiert als den großen.

00:22:38: Früher musste ich die Großen bauen um Markteintrittsbarrieren aufzubauen.

00:22:41: jetzt brauche ich das nicht mehr und von daher wäre das in gewisserweise für mich auch ein Appell sich zu überlegen, wie schaffe ich denn diese dezentralen kundenorientierten Netzwerkorganisation mit minimalem Overhap?

00:22:54: Also nutze ich die Chancen jetzt der KI.

00:22:57: Weil wir reden viel über Gefahren und Ängste sind der gigantische Chancengrenz, sich endlich mal auf Wertschöpfung Richtung Kunde zu konzentrieren, wo alle nur drüber labern und dann feststellen bei Analysen.

00:23:07: Achtzig Prozent unserer Mitarbeiter haben gar keinen Kontakt mehr im Kunden.

00:23:12: das endlich mal zu durchbrechen und dann auf der Experience- und Kundenwertschöpfungseite einen draufzulegen.

00:23:19: Und halt nicht auf der Atmenbürokratie Technologie Seite.

00:23:24: Ich bin bei dir, dass vom Design her es die Kleinen eigentlich leichter haben und ich erlebe noch Gegensätzliches was oft auch mit Geld und Fokus zu tun hat.

00:23:36: Globale Player sind oft weiter in der Diskussion, wenn ich mit dem im Kontakt bin als kleinere Mittelständler?

00:23:42: Weil die früher angefangen haben weil vielleicht aus dem Headquarter das schon stärker getrieben wurde.

00:23:47: Die haben dann aber andere Probleme.

00:23:48: ist, kürze ich im Gespräch mit einem großen Automobilkonzern, der sagte wir haben jetzt irgendwie hundertfünfundsechzig tausend Copilot Lizenzen ausgerollt.

00:23:55: Wir müssen weinen.

00:23:56: werden wir die Reports für die Nutzung anschauen, weil das ist halt noch nicht akzeptiert.

00:24:01: Also sind wir wieder bei der Führungsarbeit.

00:24:03: Und die sind eben anders gefordert, wirklich kleine Einheiten zu bilden und zur Netzwerkoorganisation zu werden – die kleineren hingegen gerade auch Familieninhaber geführt.

00:24:14: Der Trend ist sich oft spräu.

00:24:15: von Weizen hängt davon ab wie sehr das noch ein personenzentriertes Modell ist, dass über Hierarchie- und Kontrolle funktioniert.

00:24:21: aber auch im Positiven kann eine patriarchale Sicherheit sein, zu der ich da aufschaue Und manchmal ist das dann so eine, wasch mich aber mach mir nicht nass Idee mit der KI Teams losgeschickt werden.

00:24:32: Weil solange ich nicht bereit bin auch Verantwortung wirklich dorthin zu delegieren wo die Kompetenz sitzt klappt das nicht so richtig.

00:24:39: Deshalb würde ich sagen, die haben beide ihre Herausforderungen und spannend ist es dann wenn man so ganz kleine Fluidiorganisationen sieht.

00:24:46: Ich denke jetzt gerade an ein Start-up aus Freiburg, die einfach so eine Experimentierfreude haben dass sie sich gar nicht lange an großen bürokratischen Fragen aufhalten sondern einfach loslegen.

00:24:56: Die haben's dann leichter.

00:25:02: Wir kommen jetzt langsam zum Schluss.

00:25:05: Ich fand das hochspannend!

00:25:06: Ich würde auch gerne noch ewig weiter diskutieren allein weil ein Gespräch, wie dieses eben eigentlich die Angst nimmt vor diesem KI-Thema.

00:25:15: Weil es eben zeigt dass das gar nicht so sehr eine technologische Frage ist.

00:25:20: und auch keine Frage, das nimmt uns die Job weg sondern eher wie müssen wir uns organisieren um da weiter zu kommen?

00:25:29: Es gibt ja habe ich gelernt hier die ganz konkrete Rubrik mit der wir jetzt starten und dazu muss sich diesen Knopf drücken.

00:25:37: Das werde ich jetzt mal tun!

00:25:38: Der

00:25:38: bringt auch schon.

00:25:40: Jetzt

00:25:41: habe ich keine Ahnung, ob das funktioniert hat.

00:25:43: Egal ganz konkret!

00:25:45: Wenn ihr jetzt zwei drei Tipps für Unternehmen egal welcher Größe, egal welche Branche, egal welchen Dings hättet wenn sie loslegen wollen womit fange ich am besten an Verena?

00:26:03: Ich würde drei Fragen für mich checken.

00:26:05: wo frisst Routine heute Aufmerksamkeit die ich eigentlich für Entscheidung oder Beziehung bräuchte?

00:26:11: Wo entscheiden wir auf Basis unvollständiger oder zu langsamer Datenlage?

00:26:16: Und wo geht uns Wissen verloren, entweder weil es mit Menschen aus dem Unternehmen geht oder weil es irgendwo versteckt ist und wir nicht dran kommen.

00:26:24: Das ist ein guter Suchtfahrt.

00:26:27: Was meiner Sicht dieses ganze Thema künstliche Intelligenz, KI-Agenten zu lösen von der Technologiefrage und sich erst mal strategisch die Frage zu stellen.

00:26:38: Was ist das was am Ende des Tages Wert erzeugt und Wertschöpfung erzeugte?

00:26:42: Und vor dem Hintergrund das Thema Technologie als Chance zu sehen Prozesse die in der Vergangenheit schon Bullshit waren und ineffizient waren jetzt effizient anzugehen und dass als ersten Schritt also sich bewusst zu überlegen was es denn eine Prozesskette die ich ganz weglassen kann.

00:27:00: Das ist nämlich das Allerbeste.

00:27:01: und was es dann die, wo vielleicht ein KI-Agent oder Agentin wie auch immer unterstützen kann?

00:27:06: Und was sind denn die konkreten, weil wir haben ja Principle Asian, was sind die Entscheidungspunkte, wo ich sage... Da macht es jetzt den Menschen reinzunehmen.

00:27:14: Also diese Diskussion human in the loop, human on the loop out of the loop wie auch immer ja also das sehr strukturiert mal zu machen weil man da glaube ich viel über seine Prozesse und Wertschöpfung erfährt und dann erst ganz strukturiert zu sagen, das ist jetzt der Agent.

00:27:32: Und den moduliere ich jetzt ganz konkret und sage, dass es der Prinzipal, der den oder die beobachtet und dafür sorgt, dass dort wirklich Wertschöpfung erzielt wird und nicht Bullshit-Arbeit jetzt halt durch ein KI-Agenten übernommen wird weil dann wird's nicht besser sondern schlechter.

00:27:49: Und vor allen Dingen positiv starten!

00:27:52: Das sind sehr schöne Schlussworte.

00:27:55: Danke Verena, danke Marc fürs Kommen.

00:27:57: Danke Marc auch, dass du am Ende das eigentliche Thema kurz angesprochen hast.

00:28:02: aber das andere war eigentlich auch so spannend, dass es hoffentlich passt.

00:28:07: Ich nehme mit, das ganze Thema künstliche Intelligenz ist im Kern ein Lernen- und Entwicklungsthema und auch ein Fernernenthema.

00:28:19: Insofern passt es ganz hervorragend, dass wir das in dem Neues Lernen der Podcast hatten.

00:28:24: Danke euch fürs Kommen!

00:28:25: Ich wünsche euch noch viel Spaß hier auf der Messe.

00:28:27: Danke allen die zugehört haben und noch zuhören werden – dann sage ich

00:28:45: Tschüss!

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